E-Bikes

Angesagt: Fahrrad mit Tretunterstützung Fahrräder mit Elektroantrieb sind stark im Kommen. Die derzeit angebotenen Fahrrad-Modelle mit E-Motoren befriedigen die Wünsche von sportlichen Mountainbikern ebenso wie die von Senioren oder Studenten, die ein motorisiertes Citybike mit Touren-Eignung suchen. Viele Touristenorte in Deutschland, der Schweiz oder Österreich verleihen bereits Pedelecs und E-Mountainbikes an Gäste - ein Angebot, das bei umweltbewussten Familien oder Einzelreisenden ohne Auto bestens angenommen wird.

E-Bikes sind ein moderner Fahrradtrend

Die Leidenschaft zum Fahrradfahren kommt manchem an einem steilen Anstieg oder auf langen Tagestouren minutenlang abhanden. Bei einem E-Bike wird bei Bedarf die Tretunterstützung zugeschaltet und man meistert die Strecke mühelos. Dank eines Elektromotors, einem aufladbaren Akku und einer Steuereinheit am Lenker kann man die verschiedenen Modi dieses Komplettpakets wunschgerecht einsetzen. Ein Fahrrad mit elektrischer Antriebshilfe ist heutzutage ein cooles Gefährt. Der unförmige Akku kann bei den neuen E-Bike-Modellen bereits im Fahrradrahmen verschwinden, der Motor ist immer öfter ein unauffälliger Vorder- oder Hinterrad-Nabenmotor. Zu unterscheiden ist zwischen dem Pedelec und dem E-Bike. Beim Pedelec sind wegen ihrer verkehrstechnischen Einstufung sowohl die fahrbare Geschwindigkeit begrenzt als auch die Motorleistung auf Tempo unterhalb von 25 km/h festgelegt. Bei einem entsprechend ausgerüsteten E-Bike bzw. einem schnellen Pedelec können Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h erreicht werden.

Der elektrische Antrieb über den Gleichstrom-Motor wirkt nur dann, wenn man in die Pedale tritt. Sensoren erfassen, welche Geschwindigkeit man mit dem Pedelec fährt und ob man gerade pedaliert oder nicht. Alternativ werden sogenannte Direktläufer-Nabenmotoren mit Planetengetriebe, aber ohne Freilauf angeboten. Diese speisen die beim Bremsen erzeugte Energie in das System ein. Beim Bergabfahren lädt sich der Akku in geringem Maß auf, außerdem ist die Zusatzbremse leise und so gut wie verschleißfrei. Stark verbreitet sind indirekte Antriebe mit mittig gelagerten E-Motoren und Direktantriebe über Nabenmotoren. Wenn ein Nabenmotor am Hinterrad eingebaut ist, ist meistens keine Nabenschaltung vorhanden. Nabenmotoren am Vorderrad verändern wegen des zusätzlichen Gewichts das Fahrverhalten. Es kann aber auch ein Allrad-Antriebseffekt entstehen, der auf bestimmten Strecken oder Untergründen nützlich sein kann. Es ist für Bastler und Kundige durchaus möglich, ein konventionelles Bike zum E-Bike zu machen, indem man nachrüstet.

Vom leistungsstarken Akku hängt alles ab

Der meistens entnehmbare Akkumulator von E-Bikes besteht aus mehreren Zellen. Je nach Art und Bauweise des Akkus ändern sich die Ladezeiten und die maximale Reichweite. Diese gibt aber nur einen Durchschnittswert ab, der bei bestimmten Bedingungen kürzer ausfallen kann. Die minimalste Aufladezeit eines leeren Akkus ist 1-2 Stunden, die maximale 9-12 Stunden. Die mit einem aufgeladenen Akku fahrbaren Distanzen liegen bei weniger leistungsstarken Akkus bei 25 bis 30 km, bei NiMH-Zellen bei 45 km und bei hochwertigen Li-Ion-Zellen bei maximal 50 km. Sind zwei LiIon-Akkus montiert, können mit einer einzigen Akkuladung des E-Bikes bis zu 100 km gefahren werden. Zukünftig sollen noch leistungsfähigere Lithium-Polymer-Akkus auf den Markt kommen. Unterschiedlich ist bei der genannten Akkus auch die Zahl der möglichen Ladezyklen.

Die schnellen Pedelec-Modelle, deren wattstarke E-Motoren bis zu 45 km/h erreichen können, schalten die E-Motoren bei Erreichen der maximalen Geschwindigkeit automatisch aus. Bei langsamen Pedelecs geschieht das bereits bei 25 km/h. Dank der Anfahrhilfe kann man den E-Motor beim Pedelec auch ohne eigenes Treten als Schiebe- oder Starthilfe benutzen. Das ist insbesondere beim Schieben eines stark beladenen E-Bikes hilfreich. Die im E-Bike eingebauten Brems- und Gangschaltungssysteme müssen mit dem Motor und dem Akku kompatibel sein.

Die rasante technische Entwicklung in diesem boomenden Fahrradsektor verspricht noch einige Überraschungen. Die E-Akkus werden immer kleiner und leistungsfähiger, die Ladezeiten immer kürzer. Mehr E-Tankstellen sind eine versprochene Sache, die in den nächsten Jahren zügig umgesetzt wird. Ob man sein E-Bike als Berufspendler fährt, ob man Trekkingtouren oder sportliche Mountainbike-Trips in Norwegen damit unternimmt, bleibt einem E-Bike-Nutzer selbst überlassen.